Prototyp

Die INTERCOM-Plattform soll verschiedene Kommunikations- und Kollaborationsmethoden mit dem Gebäudedatenmodell praxisbezogen verbinden und damit den hohen Abstimmungsanforderungen in der Entwurfs- und Planungsphase gerecht werden. Folgende didaktische Vorteile der geplanten INTERCOM-Plattform werden angestrebt und sind im aktuellen Prototyp bereits teilweise operativ hinterlegt:

1. Zuverlässige projekt- und nutzerbezogene Zugriffs- und Rechteverwaltung.
2. Die Interaktion mit dem Modell und die Kommunikation mit den Projektbeteiligten findet in Echtzeit statt.
3. Die moderierende Unterstützung durch Lehrende und die Evaluation der Entwicklung durch alle Beteiligten ist innerhalb eines aktiven und stets aktuellen Datensatzes möglich.
4. Lehrende und Studierende agieren auf Augenhöhe in einer gemeinsamen Datenumgebung.
5. Die Lernplattform ermöglicht eine individuelle und bedarfsorientierte Lernentwicklung der Studierenden und bietet gleichzeitig Orientierung durch direktes Feedbackmanagement.
6. Integration verschiedener eLearning-Tools (Chats, Video-Tutorials, Wiki), die im Idealfall von den Studierenden als Teil ihres Lernfortschritts generiert werden.

Bestehende (Open-Source-)Softwarelösungen sollen so weit wie möglich verwendet werden, indem wir bereits vorhandene Technologien miteinander verknüpfen und eine gemeinsame und strukturierte Schnittstelle für den Benutzer schaffen. Die Grundlage für die Zusammenarbeit bildet der Import eines 3D Datensatzes. Die Hauptnutzerinteraktion auf der Plattform ermöglicht das textbasierte (Chat), Audio- und Video-Kommunikation sowie ein Screen-Sharing-Option. Da jeder Benutzer zu jedem Zeitpunkt eine individuelle Perspektive auf das aktuelle 3D-Modell einnehmen kann, ist es zudem möglich, andere Benutzer einzuladen, um zu sehen, was ich sehe. Zusätzliche Informationen werden in standardisierten Wiki-, Kalender- und Videosystemen gespeichert und mit Hilfe von Tags dynamisch in die INTERCOM-Plattform eingebunden. Diese Tags können von den Projektmanagern manuell zugewiesen oder mit Hilfe der Bauteilklassen, d.h. IfcStair, automatisch generiert werden. Über das BIM Collaboration Format (BCF) ist es weiterhin möglich, anhand der GUIDs der einzelnen Komponenten Entscheidungen und Diskussionen des Teams zu archivieren und für die weitere Entwicklung des Projekts wieder in herkömmliche CAD/BIM-Pakete zu importieren. Ein zentrales Authentifizierungssystem reduziert die Komplexität für die Nutzer und erleichtert es ihnen, sich am Austausch zu beteiligen und ihre Lernergebnisse durch die verknüpften Wissensbausteine anderen dauerhaft zur Verfügung zu stellen.